ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE

Geschichte & Organisation | Historischer Kalender

Ereignisse des Jahres 1938

     

                                


Januar

20.01.1938
  • Inkrafttreten des Dritten Gesetzes zur Änderung des Naturschutzgesetzes. Veranlassung ist, dass auch nach Fertigstellung der RAB weiterhin unerlaubt Bäume und Sträucher an den Rändern der Reichsautobahnen abgeholzt werden. Zwar ist nicht immer an den fertigen Strecken die unmittelbare Umgebung unter Landschaftsschutz gestellt, doch fallen selbst Bäume und Gehölzgruppen, auf die bei der Linienbestimmung oder beim Bau extra Rücksicht genommen wurde, der Axt und Säge zum Opfer.

    Das Gesetz ändert das Reichsnaturschutzgesetz vom 26. Juni 1935 (RGbl I S. 821 i.d.F. v. 1. Dezember 1936) lediglich mit einem Paragrafen. Dieser legt fest, dass "Zur einstweiligen Sicherstellung von Naturdenkmalen, Naturschutzgebieten oder sonstigen Landschaftsteilen" die Naturschutzbehörden berechtigt sind, "den Beginn oder die Weiterführung von Veränderungen oder Beseitigungen zu untersagen und nötigenfalls zu verhindern."


22.01.1938
  • Eröffnung der Ersten Deutschen Architektur- und Kunsthandwerk-Ausstellung in München mit zahlreichen Darstellungen von Bauten der Reichsautobahn und der geplanten Hamburger Hochbrücke über die Elbe.


28.01.1938
  • Der Rennfahrer Bernd Rosemeyer verunglückt bei einer Rekordfahrt auf der Reichsautobahn bei Langen-Mörfelden tödlich, als eine Windböe seinen Wagen aus der Spur bringt.


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Februar

Februar 1938
  • Strecke 32 Frankfurt/M – Würzburg – Bamberg: Zum Bau freigegeben wird die 51 km lange Teilstrecke Frankfurt/M – Odernburg.


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März

März 1938
  • Eröffnung der Tankstelle Stuttgart-Süd.


01.03.1938
  • Strecke 91: Auftrag zur Errichtung einer Hängebrücke zur Überführung der Autobahn über den Rhein im Ortsteil Köln-Rodenkirchen.

    Anmerkung: Die Brücke wurde 1945 bei einem alliierten Bombenangriff zerstört, 1951-1954 wieder aufgebaut und von 1990-1994 verbreitert. Heute überführt sie die BAB A4.

    KR
    Modell des zur Ausführung bestimmten Entwurfs der Rheinbrücke
    Quelle: Die Strasse 5 (1938), H. 3, S. 77

    Schrifttum:
    Bonatz, Paul: Die Hängebrücke der Reichsautobahn über den Rhein bei Köln
    in: Die Srasse 5 (1938), H. 3, S. 75-77 (4 Abb., 1 Skizze, 1 Kartenskizze)

    Verkehrsfreigabe der Hängebrücke in Köln-Rodenkirchen


13.03.1938
  • Beschluss, Verkündigung und Inkrafttreten des Gesetzes über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich. Bis zu der am 10. April 1938 vorgsehenen Volksabstimmung in Österreich über diese \"Wiedervereinigung\" bleibt das in Österreich geltende Recht in Kraft.


21.03.1938
  • Einrichtung der BAR Linz. Als Leiter wird der bisherige Leiter der BAR Würzburg, Regierungsbaurat Seywald, beauftragt.


24.03.1938
  • Verordnung über die Einführung des Reichsautobahnrechts im Lande Österreich. Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Todt, verkündete diese Verordnung im Amtlichen Teil der Zeitschrift »Die Strasse«, Heft 7.

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    Wortlaut der Verordnung, mit der dem annektierten Österreich das Reichsautobahnrecht übergestülpt wurde.

27.03.1938
  • Göring verkündet in einer Rede in Wien das sog. "große Aufbauprogramm für Österreich, das den wirtschaftlichen Zusammenbruch und die Arbeitslosigkeit im Land Österreich in kurzer Zeit beenden wird."

    Teil dieses Programms ist die Aufnahme der Planungen für Reichsautobahnen im nunmehr als "Ostmark" bezeichneten Staatsgebiet von Österreich. Vorgesehen sind die Strecken

    • Salzburg (Schärding) – Linz – Wien mit Anschluss in Richtung Budapest

    • Wien – Wiener Neustadt – Radstadt – Salzburg mit Stichbahn nach Graz

    • Inntal-Linie Kufstein – Schwaz – Insbruck – mit Anschluss an die im Betrieb befindliche Reichsautobahn München – Salzburg bei Rosenheim

    • Diagonalverbindung von Linz bzw. Wels über den Pyhrnpass nach Liezen

    • Fortsetzung der großen Nord-Süd-Verbindung Berlin – München bis zur italienischen Grenze

    Die Bauabteilung Linz war bereits am 21. März 1938 eingerichtet worden, weitere BARen in Salzburg, St. Pölten und Wien sollen in den nächsten Tagen folgen.


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April

07.04.1938
  • Strecke 120: "1. Spatenstich" durch Hitler im als "Ostmark" angegliederten Österreich bei Salzburg für die Strecke Landesgrenze - Salzburg - Wien.

    Wa
    "Die Stelle des historischen Spatenstiches ... bei Walserberg (Salzburg)"


08.04.1938
  • Dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr.-Ing. Fritz Todt wird die Ehrenbürgerwürde der Technischen Hochschule Graz verliehen.

  • Strecke 15: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke Maschen - Hittfeld der Hauptstrecke Hamburg - Bremen.


14.04.1938
  • Erlass einer "Vorläufigen Dienstanweisung für die Überwachung und Unterhaltung der Reichsautobahnen". Sie soll ab dem 1. Juni 1938 gelten.


20.04.1938
  • Dem Architekten und Landschaftsgestalter Alwin Seifert aus München wird der Titel eines Professors verliehen.


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Mai

Mai 1938
  • Neu in Bau genommen werden folgende Teilstrecken

    • Hamburg – Hannover .......... (21,1 km)
    • Avuszubringer .......... (16,8 km)
    • Frankfurt a.M. – Limburg – Köln .......... (8,0 km)
    • Hamburg – Berlin .......... (7,7 km)
    • Dresden – Görlitz .......... (6,2 km)
    • München – Ingolstadt .......... (4,0 km)


07.05.1938
  • Eröffnung einer eigenen Ausstellung für die Geschichte des Straßen- und Autobahnbaues im Deutschen Museum München. Die Zeitschrift DIE STRASSE 5 (1938), Heft 11 enthält auf den Seiten 363-364 einen Bericht über die Eröffnungsfeier.


20.05.1938
  • Errichtung der OBR Linz, zunächst jedoch nur als Bauabteilung (BAR) der OBR München. Die Zuständigkeit erstreckte sich auf Teilstrecken der RABen Salzburg - Wien, Passau - Linz, Linz - Budweis und Wels - Liezen bzw.St. Michael. Weiterhin zwei RAB-Zubringer.
    Der OBR Linz unterstanden die BAR in Wels, Linz, Amstetten, St. Pölten, Eferding und Liezen.


21.05.1938
  • Verkehrsübergabe der Anschlussstellen Breslau (km 0 anstatt der bisherigen Behelfs-AS zusammen mit dem RAB-Zubringer von der Stadt), AS Kanth (bei km 15,7), Groß-Baudiß (bei km 40,7) und Neuhammer im Queistal bei km 123 auf der Reichsautobahn Breslau – Liegnitz – Sagan.


26.05.1938
  • In Fallersleben, nördlich von Braunschweig, wird der Grundstein für ein neues Automobilwerk gelegt, in welchem künftig der sog. "KdF-Wagen" hergestellt werden soll.

    VW
    Unter Denkmalschutz: Das Kraftwerk im heutigen VW-Werk Wolfsburg
    (Foto: H. Schneider, 1/2012)


28.05.1938
  • Auf der 76. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wird der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen (GI) Dr. Fritz Todt zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Er wird dieses Amt ab 1. Januar 1939 bekleiden.


30.05.1938
  • "Anordnung über den Einsatz von Arbeitern und technischen Angestellten in der Bauwirtschaft."


31.05.1938
  • Erlass des Reichskanzlers über den Bau der Hochbrücke über die Elbe im Stadtgebiet von Hamburg.

    Ba Bb
    Wortlaut des Erlasses im Amtlichen Teil der Zeitschrift "Die Strasse" 5 (1938), H. 12, S. 403


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Juni

01.06.1938
  • Gesetz zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichsautobahnen.
    §1 (2): Die Dienststellen der Reichsautobahnen werden Reichsbehörden.

    Anmerkung:
    Die Zeitschrift "Asphalt und Teer - Straßenbautechnik", 38- Jahrgang (1938) veröffentlichte im Heft 26, S. 428 eine 'Mitteilung der "Fachabteilung Straßenbau"'. Darin werden die Neuregelung ausführlich beschrieben und Teile des Gesetzestextes und Durchführungsbestimmungen zitiert.

  • Verkehrsfreigabe folgender RAB-Teilstrecken

    von der Streckedie TeilstreckeLänge
    Göttingen - Kassel - FuldaRemsfeld - Aua13,0 km
    Frankfurt a.M. - Gießen - EisenachGießen (Lich) - Oppenrod4,1 km
    Saarbrücken - MannheimWattenheim - Tiefenthal3,6 km

    Mit Freigabe der Strecke 30 Gießen - Frankfurt a. M. nimmt auch die Straßenmeisterei Gießen ihren Betrieb auf.


02.06.1938
  • Strecke 28: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke Homberg (Efze) - Knüll der Hauptstrecke Kassel - Fulda - Würzburg

  • R 6: Verkehrsfreigabe der Hochuferstraße in Meißen zur Umgehung der Meißener Altstadt. Damit wird die mit dem Bau einer neuen Elbebrücke begonnene Umgestaltung des Fernverkehrs im Elberaum ergänzt. Die Bauarbeiten hatten am 1. Dezember 1936 begonnen.

    Reich-/Bundesfernstraße 6 2018
    Blick vom rechtselbischen Ufer auf die Hochuferstraße im Bereich unterhalb von Dom und Albrechtsburg in Meißen.
    Foto: H. Schneider 9/2018


03.06.1938
  • Strecke 18: Verkehrsfreigabe des Anschlussstutzens Lübeck - Eutin der RAB Hamburg - Lübeck (heute B76).

  • Strecke 84: Verkehrsfreigabe der 22 km langen Teilstrecke Treuen - Pirk (heute AS Pirk) der RAB Chemnitz - Hof (heute BAB A72) mit der Triebtalbrücke und der Friesenbachtalbrücke.

    J01
    Talbrücke Stausee Pöhl
    (früher Triebtalbrücke), eine Granitwerksteinbogenbrücke mit 6 Bogen zu je 45,0 m Spannweite, 25,5 m als größte Höhe über der Talsohle.
Str
Dieser Blick durch einen der Bogen der Friesenbachtalbrücke bot sich dem Fotografen der OBR Dresden während der Bauphase 1938. Veröffentlicht wurde das Foto in der Zeitschrift »Die Strasse«, 5 (1938), H. 5, S. 135.


04.06.1938
  • Strecke 18: Verkehrsfreigabe des Anschlussstutzens Lübeck - Travemünde der RAB Hamburg - Lübeck. Er hat lt. Literatur 3spurigen Querschnitt 1+1+9+1+1 = 13 m Gesamtbreite. Die Mittelbahn dient als Überholungsbahn und ist eine dunkle Betondecke (heute B75).

    LT
    Strecke nach Travemünde mit Abzweig Eutin und Anschlussstellen.
    Quelle: Die Strasse 5 (1938), H. 16, S. 529

    Schrifttum, Informationen, Karten:
    Ilsemann, Rudolf: Reichsautobahn Lübeck – Travemünde (Ostsee)
    in Die Strasse 5 (1938), H. 16, S. S529


14.06.1938
  • Ernennung Todts zum "Sonderbeauftragten des Führers".

    Anmerkung: Gleichzeitig wird Todt mit dem Bau des Westwalls beauftragt. Der Westwallbau wird in der Folgezeit die Kräfte der Bauwirtschaft mehr und mehr an sich binden, was zu einem zunehmenden Rückgang der Bautätigkeit an den Reichsautobahnen führt.


20.06.1938
  • Beginn des bis zum 25. d. M. dauernden VIII. Internationalen Straßenkongresses in Den Haag.

    Schrifttum bei Paul Hafen B017416:
    • 643 16, S. 775
      Renfert, B. Der 8. intern. Straßenkongreß 1938
    • 643 17, S. 775
      Haller: Überblick über den neuesten Stand des Straßenbaues. Die wesentlichsten Ergebnisse des 8. intern. Straßenkongresses in Den Haag 1938.
    • 643 18, S. 776
      Schütte, E. Der 8. intern. Straßenkongreß 1938
    • 643 19, S. 776
      *** Vom intern. Straßenkongreß in Holland

21.06.1938
  • Strecke 64: Verlegung des vorl. Endpunktes Hindenburg-Nord der Hauptstrecke Gleiwitz - Beuthen um 800 m.


22.06.1938
  • "Verordnung zur Sicherstellung des Kräftebedarfs für Aufgaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung"


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Juli

01.07.1938
  • Verkehrsfreigabe folgender RAB-Teilstrecken

    von der Streckedie TeilstreckeLänge
    Kassel - Hersfeld - GießenRomrod - Eifa - Machtlos23,4 km
    Kassel - Hersfeld - GießenAula - Kirchheim11,8 km
    Breslau - BerlinSagan - Triebel36,6 km


11.07.1938
  • Strecke 66: Verkehrsfreigabe der Teilstrecken vom Leipziger Abzweig des Berliner Rings (Km 0,0) bis zur Anschlussstelle Dessau-Süd (Km 80,4) und vom südlichen Ende der Rennstrecke bei Dessau (Km 95,0) bis zum Schkeuditzer Kreuz (km 117,3).

    Angaben zur Informationsquelle:   

14.07.1938
  • Strecke 31: Erstbezug des Reichsautobahnlagers Deesen durch Arbeitskräfte aus Österreich.

    Angaben zur Informationsquelle:   


17.07.1938
  • Strecke 61: Verkehrsfreigabe der Strecke Forst - Sagan (38 km, heute poln. A18) der RAB Berlin - Breslau. Gesamtlänge 180 km mit den Anschlussstellen Breslau (km 0), Kauth (Km 15,7), Groß Bandiß (Km 40,7), Neuhammer im Queistal (Km 123), Liegnitz-West (Km 68,7).

    Neiße
    Brücke der heutigen BAB A15 über die Lausitzer Neiße bei Forst.
    Quelle: Dr. Krumnow, Berlin, 2010.

    Straße
    Meldung des neuen RAB-Teilstücks in der Zeitschrift Die Strasse, 5 (1938), H. 14, S. 468.


25.07.1938
  • Das 3. Änderungsgesetz zum Gesetz über die Reichsautobahnen bestimmt

    • Die Reichsautobahnen werden künftig nicht mehr Kraftfahrbahnen genannt, die Bezeichnung 'Reichsautobahn' wird auch formell eingeführt. Kraftfahrstraßen sind zwar ebenso wie RAB dem Kraftverkehr vorbehalten, haben aber nicht die Eigenschaften einer RAB. Als Beispiele werden die AVUS, die Kraftfahrstraße Köln – Bonn und der Nürburg-Ring angeführt.
    • § 8 a schreibt künftig vor, dass der Schutzstreifen beiderseits der RAB, in welchem bauliche Anlagen nur mit Genehmigung des GI ausgeführt werden dürfen, von 10 bzw. 15 m auf 100 m erweitert wird.
    Der Wortlaut des Gesetzes ist zu finden in: Die Strasse 5 (1938), H. 16, S. 530 (Amtlicher Teil)


29.07.1938
  • Strecke 42: Verkehrsfreigabe der 2. Fahrbahn des Aichelbergviadukts (Ulm - Stuttgart). Das Viadukt hat eine Länge von 940 m und weist eine Steigung von bis zu 7 % auf. Der Halbmesser der Brücke beträgt 400 m.

    Aichelberg
    Das Viadukt im Jahre 1938. Quelle: AM Kirchheim-Teck

    Die Fahrbahn Stuttgart - Ulm befindet sich auf dem rechtsseitigen Tal des Filstales und durchfährt in einem Tunnel den Lämmerbuckel. Baubeginn war Juni 1938.

    Angaben zur Informationsquelle:   

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August

August 1938
  • Das Zentralorgan der österreichischen Straßenbauer "Das Straßenwesen (Wien)" wird Teil des Mitteilungsblattes des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen Todt "DIE STRASSE" ab Heft 15 des 5. Jahrgangs 1938 (1. Augustheft). Die Leser der Zeitschriften werden darüber mit einem Einlegeblatt im Heft 15 informiert.

    Im Teil "Abkürzungen : Zeitschriften", S. XVIII des Buches "Schrifttum über die deutschen Autobahnen" von P. Hafen steht dazu: "Das Straßenwesen, Österreichische Zeitschrift für neuzeitlichen Straßenbau und für Straßenwirtschaft. Verlag: Paul Gabriel, Wien I; bis 11 (1938), H. 5, A4".


01.08.1938
  • Verkehrsfreigabe folgender RAB-Teilstrecke

    von der Streckedie TeilstreckeLänge
    Kassel - Hersfeld - GießenOppenrod - R 49 (Reiskirchen)2,0 km


13.08.1938
  • Strecke 51: Verkehrsübergabe der Teilstrecke "Potsdam-Beelitz" - "Rangsdorf/Hallesches Tor" des Berliner Rings (Südring) mit einer Länge von 30 km (heute: AS Ferch/B2; AS Rangsdorf; BAB A10).
    Die Zeitschrift »Die Strasse«, 5 (1938), nennt im Heft 21, S. 696 (Wirtschaftszahlen) die Teilstrecke "Michendorf – Dahlewitz" und gibt sie mit 29,3 km an.

    Strasse-1938-H15-S494
    Berliner Südring, die Anbindung der Reichsstraßen und der vor der Verkehrsfreigabe stehenden Reichsautobahnen.
    Quelle: Die Strasse 5 (1938), H. 15, S. S494

    Schrifttum, Informationen, Karten
    Schnell, Carl: "Verkehrsübergabe des Westteils des Berliner Südringes"
    in Die Straße 5 (1938) H. 15, S. 494


27.08.1938
  • Eröffnung des Rasthauses am Chiemsee an der RAB München - Salzburg.

    CS
    Modell des geplanten Rasthauses am Chiemsee


28.08.1938
  • Gründung der Reichsautobahn Raststättengesellschaft mbH (R.A.R.).


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September

September 1938
  • Inbetriebnahme der Straßenmeisterei Greding.

  • Hitler verwendet auf dem NSDAP-Parteitag in Nürnberg für die am Westwall unter Todts Führung tätige Bauleitung den Begriff der "Organisation Todt".

    Anmerkung: Dieser Begriff bzw. seine Abkürzung "O.T" oder auch "OT" wird von da ab auf alle unter Todts Leitung tätigen Bautruppen angewendet. Im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Bautruppen als Teilen des Heeres wurde mit der Organisation Todt ein "äußerst beweglicher Unternehmereinsatz entwickelt, der den Gerätepark und die Erfahrungen in der Bauwirtschaft unmittelbar in den Dienst des Kampfzweckes stellt." Eine schwedische Zeitung sprach sogar von dem "größten Arbeitgeber aller Zeiten".

    Ww

    Westwall - Armierung eines Panzerturms. Im zugehörigen Text schreibt der Autor: "Die von Dr. Todt durch eine Gewaltleistung der deutschen Bauwirtschaft geschaffene Sicherheit der Westgrenze gab freie Hand gegen Polen."


01.09.1938
  • Beginn der Herstellung von Straßenbüchern für Reichsstraßen (in dreifacher Ausfertigung) und für Landstraßen I. Ordnung (in zweifacher Ausfertigung). Von diesem Zeitpunkt an sind die Straßenbücher lt. Runderlass Nr. 13/1938 (GI Nr. 1029-1-L10.16.14a) zu führen. Erstmalig sind die für den GI geführten Straßenbücher am 1. September 1939 einzureichen. Das Führen von Straßenbüchern für Landstraßen II. Ordnung ist bis auf Weiteres aufgeschoben, kann aber von den zuständigen obersten Straßenbehörden angewiesen werden.

  • Strecke 69/BAB A9: Aufnahme des Dienstbetriebs in der Straßenmeisterei Greding.

  • AM Kirchheim (Teck): Die Straßenmeisterei Kirchheim (Teck), die bisher der Bauabteilung (BAR) Stuttgart unterstellt war, wird nunmehr der OBR Stuttgart direkt unterstellt. Dazu wurde in der OBR ein Betriebsdezernat eingerichtet.

  • AM Ulm: Die Straßenmeisterei Ulm, die bisher der Bauabteilung (BAR) Stuttgart unterstellt war, wird nunmehr der OBR Stuttgart direkt unterstellt. Dazu wurde in der OBR ein Betriebsdezernat eingerichtet.


03.09.1938
  • Strecke 69: Verkehrsübergabe der 100,5 km langen Teilstrecke Nürnberg – Ingolstadt (Direktionsgrenze) – Bratzhof (heute: BAB A9).

    Altmühltal
    Strecke 69 Nürnberg - München im Altmühltal
    Strecke 69: Verkehrsfreigabe Bratzhof – Dirnismaning

  • Strecke 41: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke Nürnberg - Reichsparteitaggelände der Hauptstrecke Nürnberg - Stuttgart.


10.09.1938
  • Strecke 18: Verkehrsfreigabe der Anschlussstrecke Richtung Eutin der Hauptstrecke Hamburg - Lübeck - Bad Schwartau.


29.09.1938
  • Großbritanien, Frankreich, Italien und das Deutsche Reich zwingen im sog. "Münchener Abkommen" die Tschechoslowakei, die seit dem Versailler Vertrag zum tschechsolowakischen Staatsgebiet zugehörigen sudetendeutschen Gebiete an das Deutsche Reich abzutreten.

    An der Vorbereitung und Durchführung der Loslösung des betreffenden Territoriums waren auch 300.000 Arbeiter eingesetzt. Der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt, war von Hitler mit der Leitung und Führung dieses Arbeitskräfteeinsatzes betraut worden und sprach in einer Botschaft "An die bei der Sicherung der Grenzen eingesetzten Arbeitskameraden", veröffentlicht im Heft 20, S. 668 (Amtlicher Teil) der Zeitschrift »Die Strasse«, 5 (1938), seinen Dank und seine Anerkennung an die Beteiligten aus.

  • Beginn der Bauarbeiten für die Straßenmeisterei Oelde.


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Oktober

Oktober 1938
  • Baufreigabe Königsberg - Samlandküste

    Sam
     
    Die Samlandstrecke der Reichsautobahn und die Verbindung Königsbergs mit der Reichsautobahn
    Quelle: Die Strasse 5 (1938), H. 23, S. 750

     

    Die Strecke von Königsberg (heute russ. Kaliningrad) in Richtung Insterburg (heute russ. Tschernjachowsk) zur Reichsstraße 1 bei Groß-Gaudischkehmen (ehem. Kreis Gumbinnen/heute russ. Gusiew) wurde lt. Strasse 5 (1938), H. 21, S. 696 (Wirtschaftszahlen) bereits im Zeitraum August/September für den Bau freigegeben, ist jedoch auf dieser Kartenskizze noch als "zum Entwurf freigegeben" beschrieben.

 
  • Die Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge wird eingeschränkt. Innerhalb geschlossener Ortschaften dürfen alle KfZ nur noch 40 km/h schnell fahren. Außerhalb von geschlossenen Ortschaften gilt für PKW und Motorräder mit und ohne Seitenwagen 80 km/h und für Lastkraftwagen, Omnibusse und alle übrigen KFZ von 60 km/h als Höchstgeschwindigkeit.


01.10.1938
  • Annexion des Sudetenlandes aufgrund des am 29./30. September 1938 in München geschlossenen Abkommens zwischen dem Deutschen Reich, Frankreich und Großbritannien.

    Sud
    Die deutsch-tschechische Grenze nach der Annexion. Ausschnitt aus einer Karte für den Schulunterricht "Das Deutsche Reich nach der Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes (etwa Ende 1938)
  • Von der Strecke 29 (Kassel - Kirchheim) - Alsfeld wird die Teilstrecke Machtlos - Kirchheim zum Verkehr freigegeben. Die Länge beträgt 7,2 km


03.10.1938
  • Strecke 73: Verkehrsübergabe der 14,2 km langen Teilstrecke Uhyst am Taucher - Bautzen-West der RAB-Strecke Dresden - Görlitz - Breslau (heute BAB A4). Beim Bau dieser Teilstrecke gab es drei Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang, zehn weitere Arbeitskräfte erlitten teilweise schwere Verletzungen. Die Einweihung fand an der AS Bautzen, nachmittags 16 Uhr statt.


17.10.1938
  • Verkehrsfreigabe der ersten Teilstrecke der Sudetenstraße von Bad Flinsberg bis Oberschreiberhau.

    Sudetenstraße
    Skizzierter Verlauf der Sudentenstraße im Iser- und Riesengebierge.
    Quelle: Karte "Schlesien und die Reichsautobahnen" in der Zeitschrift Die Strasse 3 (1936), H. 16, S. 504.

  • Strecke 61: Eröffnung der Reichsautobahnstrecke Kreibau - Bunzlau mit einer Länge von ca. 18 km.

    Bunzlau
    Reichsautobahn Liegnitz - Guben, Los I Bunzlau
    (ausgeführt in Arbeitsgemeinschaft von den Tiefbaufirmen Ernst Rösner (Breslau), Georg Matthies (Hindenburg/O.-S.), Karl Duck (Neusalz a.d.O.) und Richard Rösner (Reichenbach/Eule).
    Quelle: Ausschnitt einer Anzeige der Arge. 'Die Strasse' 3 (1936), H. 16, S. 55 (Anzeigenteil).


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November

01.11.1938
  • Strecke 36: Aufnahme des Dienstbetriebs in der Straßenmeisterei Heimsheim (heute BAB A8).

  • Strecke 42: Aufnahme des Dienstbetriebs in der Straßenmeisterei Ulm-Dornstadt (heute BAB A8).

  • Einführung des neuen Verkehrszeichens "Halt, Vorfahrt auf der Hauptstraße beachten". Für das sudetendeutsche Gebiet tritt diese Anordnung noch nicht in Kraft. Neben aufzustellenden Verkehrszeichen sind auch rote Linien aufzubringen. Finanzielle Gründe dürfen der Einführung des Zeichens nicht entgegen stehen.

    Stop
    Die Meldung in der Zeitschrift Asphalt und Teer, 38. Jg., Okt 1938, H. 43, S. 727


04.11.1938
  • Einweihung des Rasthauses in der Holledau.

    HG
    Rasthaus in der Holledau, Ostgiebel, auf einer Postkarte der Reichsautobahn Raststätten Gesellschaft, 1939
    Im Vordergrund der Abgang zum Fußgängertunnel zu dem an der Richtungsfahrbahn Berlin gelegenen Parkplatz.

    Sprengung der Holledaubrücke durch die deutsche Wehrmacht

  • Einweihung des westlichen Teils der Holledaubrücke mit der Richtungsfahrbahn München. Vor Ort wurde dieses Ereignis mit einem großen Fest zwischen der Talbrücke und dem geplanten "Autobahnkreuz Eschelbach" (heute Dreieck Holledau) gefeiert. Die reich geschmückte Baustellenkantine diente als Festsaal für eine lange Nacht in Feierlaune.


05.11.1938
  • Strecke 66: Verkehrsfreigabe der Rennstrecke bei Dessau. Damit ist die 117 km langen Teilstrecke Berlin (Leipziger Dreieck des Berliner Rings, heute AD Potsdam der BAB A10) bis Halle (Schkeuditzer Kreuz der heutigen BAB A9) voll unter Verkehr. Die Rennstrecke zwischen Dessau-Süd und Bitterfeld ist 14,6 km lang und mit einem auf 9 m verbreiterten, betonierten Mittelstreifens angelegt. Die gesamte nutzbare Fahrfbahnbreite beträgt somit 29 m.

    Rennstrecke
    Die Rennstrecke bei Dessau. Foto: Scherl Bilderdienst. In: Asphalt und Teer, , 38. Jg., Nov 1938, H. 48, S. 828

    Die ersten 44 km wurden durch die OBR Berlin, das weitere 73 km lange Stück durch die OBR Halle gebaut. Über die Steilkurve im Leipziger Dreieck berichtet »Die Strasse« 5 (1938), H. 23, S. 746:
    "Eine besondere Ausbildung hat die 50 m-Schleife im Leipziger Dreieck erfahren. Während die bisher im Brandenburger und im Stettiner Dreieck ausgeführten 50 m-Kurven nur eine verhältnismäßig geringen Querneigung erhalten haben, ist an dieser Stelle der Versuch gemacht worden, durch eine wesentlich stärkere Querneigung auch dem Fahrer ein Höchstmaß an Sicherheit zu geben, der die Kurve mit zu hoher Geschwindigkeit befährt. An der Innenseite der Kurve wurde eine breite Fahrbahnfläche eben mit 8 % Querneigung ausgeführt, die auch dem schwersten Lastzug bei ungünstigen Witterungsverhältnissen unbedenklich die Befahrung der Schleife ermöglicht. An die ebene Fahrbahnfläche schließt sich dann eine stärker geneigte Fläche an, deren steilste Querneigung im Scheitel der Kurve etwa 45° beträgt. Eine deutliche Markierung in der Kurve macht dem Fahrer kenntlich, dass diese steileren Flächen nicht für den normalen Verkehr vorgesehen sind, sondern dass die Ausbildung der Kurve nur den Versuch darstellt, dem Fahrer ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu bieten, auch wenn er die Kurve einmal nicht ganz richtig anschneidet."

    Kurve
    Die Steilkurve im Leipziger Dreieck

    Schrifttum: Der Straßenbau, Heft 23, S. 389 "Eröffnung einer wichtigen Teilstrecke der Reichsautobahn" (F015005)

  • Strecke 36: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke Leonberg/Eltingen – Pforzheim-Ost.

  • Strecke 69: Verkehrsfreigabe der 43 km langen Teilstrecke Bratzhof (ein kleiner Ort im Tal der Ilm) – Dirnismaning (b. München).

    Bratzhof
    Die Behelfsausfahrt beim Bratzhof, einem Einsiedlergehöft, nordwestlich des im Bau befindlichen, zunächst als Dreieck gestalteten AK Holledau. Nach der Gesamtfreigabe der Strecke Nürnberg - München war die Ausfahrt geschlossen worden, wurde aber wahrscheinlich nach dem Mai 1945 zeitweilig wieder benutzt.
    Die Beschriftung wurde nachträglich zur Erläuterung der Örtlichkeit vorgenommen.
    Aufnahme vom 10.07.1945.


07.11.1938
  • Eröffnung des Rasthofes "Magdeburger Börde" an der künftigen Kreuzung der Reichsautobahnen Berlin - Hannover und Halle - Hamburg. Seine Hauptaufgabe besteht künftige darin, als eine Art Stützpunkt und Ruhestätte für Fernlastkraftwagenfahrer und erst in zweiter Linie dem Personenverkehr zu dienen.


12.11.1938
  • Strecken 1 und 2: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke Recklinghausen - Brackwede der RAB Berlin - Ruhrgebiet (heute BAB A2).

    AundT
    Meldung aus 'Asphalt und Teer 38 (1938), H. 47, S. 809


19.11.1938
  • Vertrag zwischen der Tschechoslowakei und dem Deutschen Reich über den Bau und Betrieb einer "Durchgangsautobahn" Breslau - Brünn - Wien.

    K01
     
    Meldung in Asphalt und Teer, , 38. Jg., Dez 1938, H. 49, S. 847

    In der internen Nummerierung hatte die Strecke die Nummer 138.

    Vertrag


28.11.1938
  • Auf Grund des § 7 des Erlasses über die Verwaltung der sudetendeutschen Gebiete vom 1. Oktober 1938 (Reichsgesetzblatt I S. 1331) wird verordnet, dass das Reichsautobahngrecht nun auch für diese Gebiete Geltung erhält.


29.11.1938
  • Aufgrund der guten Arbeitskräftesituation ist bereits nach 2 Monaten Bauzeit das Dienstgebäude errichtet.

    Dienstgebäude
    Dienstgebäude der AM Oelde, von der Einfahrt her gesehen. Foto: © H. Schneider, 9/2015


30.11.1938
  • Auf Grund des Gesetzes über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich [sic!] vom 13. März 1938 (Reichsgesetzblatt I S. 237) Artikel II wird verordnet, dass künftig das Gesetz über die Unterkunft bei Bauten, die Ausführungen zu diesem Gesetz und Weiteres nun auch für Österreich Geltung erhalten.


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Dezember

01.12.1938
  • Strecke 135: 1. Spatenstich zur Strecke Bamberg - Eger - Karlsbad - Reichenberg bei Eger1 durch R. Heß.

    1 Schütz/Gruber, "Mythos Reichsautobahn" (B017359, S. 63) schreiben: "... in Eger, ..."

    Sudetenlinien
    Schematische Darstellung der Linienführung der Reichsautobahnen im Sudetenland.
    Foto: Die Strasse 5 (1938) Nr. 23, S. 743


03.12.1938
  • Strecke 56: Verkehrsfreigabe der 4,36 km langen Umgehungsstrecke Elbing-Ost - Elbing-West. Mit dem unmittelbaren Anschluss an die R1 ist die Strecke 56 komplett fertig.

    Strasse

    Str


04.12.1938
  • Betriebsaufnahme der Reichsautobahn-Buslinie auf der RAB-Strecke Gießen - Alsfeld.

  • Strecke 15: Verkehrsübergabe der RAB-Gesamtstrecke Hamburg – Bremen.

  • Strecke 65: Verkehrsübergabe der 40 km langen Teilstrecke Rähnitz - Ruhland der RAB Berlin - Dresden (heute Teil der BAB A13).

  • Strecke 73: Verkehrsübergabe der 12,5 km langen Teilstrecke Dresden-Nord - Okrilla der RAB Dresden - Bautzen (heute Teil der BAB A4).

  • Strecke 29: Verkehrsübergabe der 35 km langen Teilstrecke Reiskirchen - Romrod der RAB Kirchheim – Gießen (heute Teil der BAB A5).

  • Strecke 84: Verkehrsübergabe der 16 km langen Teilstrecke Zwickau-West - Treuen der RAB Chemnitz - Hof (heute Teil der BAB A72).


09.12.1938
  • Berufung Todts zum "Generalbevollmächtigten für die Regelung der Bauwirtschaft".


10.12.1938
  • Strecke 43: Verkehrsübergabe der 93,3 km langen Teilstrecke der Strecke München - Augsburg - Limbach (bei Burgau).

  • Strecke 36: Verkehrsübergabe der 22,2 km langen Teilstrecke Karlsruhe - Pforzheim-West der RAB Stuttgart - Karlsruhe (heute Teil der BAB A8).

  • Strecke 94: Verkehrsübergabe der 4,7 km langen Teilstrecke Karlsruhe - Ettlingen der RAB Stuttgart - Karlsruhe einschließlich des Karlsruher Dreiecks (heute Teil der BAB A5).

  • Strecke 43: Verkehrsübergabe der Gesamtstrecke Leipheim - München (heute Teil der BAB A8).


15.12.1938
  • Verkehrsübergabe des 3000sten Kilometers Reichsautobahn. Als Propagandaveranstaltungen finden Feiern an der Anschlussstelle "Rangsdorf - Hallesches Tor" (heute AS Rangsdorf der BAB A10, Südring), in der Berliner Deutschlandhalle (l) und im Theater des Volkes (r) statt.

    DH01 TdV

  • Strecke 60: Verkehrsfreigabe der 23,5 km langen Teilstrecke Breslauer Dreieck (heute AK Schönefeld) – Teupitz der RAB Berlin - Breslau (heute BAB A13). Der Beginn der Strecke nach Breslau und Dresden wird in einiger Literatur als "Breslauer Dreieck", in anderer als "Lausitzer Abzweig" bezeichnet.

  • Strecke 2: Verkehrsfreigabe der 34,5 km langen Teilstrecke Hannover-West – Bad Nenndorf der RAB Berlin - Ruhrgebiet (heute BAB A2).

  • Strecke 2: Verkehrsfreigabe der 20,0 km langen Teilstrecke Gütersloh – Bielefeld der RAB Berlin - Ruhrgebiet (heute BAB A2).

  • Strecke 31: Verkehrsfreigabe der 11,8 km langen Teilstrecke Buisdorf – Ittenbach der RAB Köln - Frankfurt (heute BAB A3).

  • Strecke 61: Verkehrsfreigabe der 12,4 km langen Teilstrecke Forst-Ost - Forst-West (heute Bademeusel - Forst) der RAB Berlin - Breslau (heute BAB A15).

  • Strecke 63: Verkehrsfreigabe der 40,6 km langen Teilstrecke Breslau - Brieg der RAB Berlin - Breslau (heute poln. Wroclaw - Brzeg, A4).

  • Strecke 64: Verkehrsfreigabe der 19,1 km langenTeilstrecke Gleiwitz - Hubenland der RAB Berlin - Breslau (heute poln. Gliwice - Lany, A4).

    Gl-Hu
    Die Strecke von Hindenburg-Nord bis zur AS Bischofstal. Quelle: Der große CONTI Atlas für Kraftfahrer, 1:500 000, 18. Aufl. 1938, Blatt 36

16.12.1938
  • Auf dem Avuszubringer vom Berliner Südring zur Avus findet bei Saarmund die größte Moorsprengung Europas statt. 20 000 kg Sprengstoff (Donarit) werfen den unter einer Kiesaufschüttung befindlichen Moorschlamm seitwärts, sodass der Kies dessen Platz einnimmt. Das weggesprengte Moor erstreckt sich über eine Länge von 320 m und erreicht eine Tiefe von bis zu 11 m.

    Moorsprengung
    BAB A115; Dreieck Nuthetal - BAB A100 (Berliner Innenstadtring): Bereich der Moorsprengung vom 16.12.1938. Im Zuge der Verbreiterung der Trasse auf 2 x 3 Fahrspuren 1999/2001 wurde auch dieses Teilstück bearbeitet.
    Aufnahmestandpunkt: Einmündung der Bergstraße auf die Landesstraße L77 Saarmund - Langerwisch.
    © H. Schneider, 3/2018


19.12.1938
  • Veröffentlichung des Vertrages Deutschland - Tschechoslowakei über den Bau einer Durchgangsautobahn Breslau - Brünn - Wien im Reichsgesetzblatt Nr. 54. Der Vertrag hat 13 Artikel und legt die Bedingungen für den Bau und Betrieb der Reichsautobahnstrecke 138 fest. Der Vertrag war am 19. November 1938 abgeschlossen worden.



Zeitzeuge des Jahres 1938

Zeuge
DKW NZ 350, Baujahr 1938, Oldtimertreffen Naumburg (Saale), 19.05.2012. Foto: Autor

Zusammenstellung: H. Schneider, Redaktion Naumburg (Saale) des AfASG, 1/2020