ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE

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16.11.2017 Update der Schrifttum-Datenbank im ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE

Am Samstag, den 18. November 2017, wird es im Bereich zwischen ca. 10:00 und 15:00 Uhr zu Einschränkungen bei der Nutzung der Website www.strassengeschichte.de kommen. In dieser Zeit findet ein Update der Datenbankprogramme und -dateien statt.

Website

Die nunmehr dreijährige Entwicklungsarbeit des Archivs und seines Webauftritts, die Erschließung weiterer Themen der historischen Forschung und die vielen, von den Redaktionen in Bad Homburg und Naumburg (Saale) dankbar angenommenen Hinweise erforderten organisatorische und programmtechnische Änderungen der Datenbank, die nunmehr auf den Server geladen werden.

Äußeres Erscheinungsbild des Webauftritts und die Interaktion Benutzer ↔ Datenbank sind von den Änderungen nicht betroffen.

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02.11.2017 Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement startet den „SALZTICKER“

Einsatzfahrzeug des Winterdienstes
Einsatzfahrzeug des Winterdienstes
© Hessen Mobil, 11/2017

Wenn sich schon Straßenbau und Straßenverkehr nicht ohne weiteres unterdrücken lassen, so muss auch hier zumindest die ‚grüne Handschrift’ sichtbar werden. Pünktlich zu Beginn der Wintersaison meldet Hessen Mobil nicht nur randvolle Salzlager, sondern auch den Start des Salztickers. Damit kann jedermann auf der Website des Landesbetriebs nachsehen, wieviel Salz hessenweit verbraucht wurde (https://mobil.hessen.de). Am 2.11. waren es 308,15 t.

Man darf gespannt sein, wann erste Klagen wegen zu hohem Salzverbrauch eingereicht werden.


31.10.2017 Eine neue Buchbesprechung für VSWG

Schon mehrfach haben wir an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass unser ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE von Anfang an enge Kontakte zu Einrichtungen der institutionellen Geschichtsforschung an Universitäten unterhält. Deshalb erreichen die Redaktion immer wieder Anfragen zur Besprechung von Neuerscheinungen der Verkehrsgeschichte für renommierte Fachzeitschriften.

In diesen Tagen erteilte uns Professor Dr. Günther Schulz, Leiter des Instituts für Geschichtswissenschaften an der Universität Bonn und Herausgeber der Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (VSWG) den Auftrag, folgende Studie für diese Zeitschrift zu besprechen:

Pyta, Wolfram/Havemann, Nils/Braun, Jutta: Porsche. Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke. Siedler, München 2017.

Im Allgemeinen dauert es von der Abgabe an die Schriftleitung bis zum Druck der Rezension noch einige Monate, so dass mit der Publikation im Herbst 2018 zu rechnen ist. Die gedruckte Version darf unser Archiv erst ein Jahr nach der Publikation in der Zeitschrift auf der eigenen Website veröffentlichen.


30.10.2017 Arbeiten an der AfASG-Datenbank

In der 44. KW finden Arbeiten an der Datenbank des Archivs statt. Dies kann dazu führen, dass Zusatzinformationen zu bibliografischen Angaben der Archivalien wie Inhaltsverzeichnisse, Rezensionen, Texte der/zu den Archivalien und Detailangaben zeitweilig nicht erreichbar sind und beim Klick auf einer dennoch angezeigte Schaltfläche lediglich ein leeres Browserfenster geöffnet wird.

Mit dem Abschluss der Arbeiten ist es künftig möglich, mehrere verschiedene Seiten je Zusatzangabe anzubieten. Insbesondere durch die internationale Vernetzung des Archivs enthält die Datenbank zunehmend Angaben zu den Archivalien in verschiedenen europäischen Sprachen.

Die Administration der Website ist um den schnellstmöglichen erfolgreichen Abschluss der Wartungsarbeiten bemüht.


19.10.2017 Baustrecke 135/136 Streitau – Reichenberg

Ein belebendes Element für die Untersuchung regionaler Besonderheiten der Reichsautobahngeschichte ist die Neugier von Heimatforschern. So befasst sich seit wenigen Wochen eine Initiative mit den Baustrecken 135 Streitau – Karlsbad bzw. 136 Karlsbad – Reichenberg. Für diese Reichsautobahnen waren nach der Annexion des Sudetenlandes in aller Eile Grobpläne entwickelt worden. Die Feier des Ersten Spatenstichs fand nach bewährtem Ritual am 1. Dezember 1938 auf dem Marktplatz in Eger statt.

Unser ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE unterstützt dieses Forschungsprojekt mit Rat und Tat. Unter anderem kommt es darauf an, örtliches Material zu sammeln und im Gelände diesseits und jenseits der heutigen Grenze Spuren erster Trassierungen zu erkunden. Im kommenden Jahr wird es eine gemeinsame Präsentation der Ergebnisse geben.


18.10.2017 Berliner Meilenstein an der A 7 bei Northeim erhält Denkmalschutz

Am 12. September 2017 fand der Spatenstich für den sechsstreifigen Ausbau der A 7 zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg statt. Das bedeutet Gefahr für den Berliner Meilenstein mit der Aufschrift „Berlin 300 km“ auf dem Mittelstreifen der A 7 bei Betriebs-km 244,3 in Fahrtrichtung Hannover. Da er zu jenen ersten Exemplaren gehört, die 1954 an drei nach Berlin führenden Autobahnstrecken errichtet worden sind, handelt es sich um ein kulturhistorisch bedeutsames Kleindenkmal.

Unser ARCHIV nahm sich dieser Sache sofort an. Durch vorbehaltlose Unterstützung der Bauaufsicht der Stadt Northeim, die auch für Denkmalfragen zuständig ist, gelang es, den Meilenstein durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege unter Schutz stellen zu lassen, um ihn für die Nachwelt zu bewahren. Er wird vor Beginn der Bauarbeiten abgeräumt und sachgerecht zwischengelagert. Die Stelle der Wiedererrichtung soll nach Abschluss der Bauarbeiten an der A 7 bestimmt werden.
 
  In der Denkmalbegründung des Landesamtes für Denkmalpflege heißt es:

  „Der Northeimer Berliner Bärenstein erfüllt [..] somit alle Ausweisungskriterien des NDSchG.
 
  Die im Hause abgesprochenen fachlichen Ausweisungs-Kriterien beziehen sich zum einen auf die Zugehörigkeit zur ersten oder zweiten Aufstellungsphase, das heißt die frühen Autobahnbären sowie die KM-Steine, die im Zusammenhang mit dem 17.Juni-Aufstand von 1953 bzw. in Folge des Mauerbaus vom 13 .August 1961 aufgestellt wurden. Zum anderen halten wir es für angebracht, von jedem Stein-/ Bären“typ“ je ein erhaltenes Exemplar beispielhaft auszuweisen. Alle späteren Steine, d.h. aus den späten 60er bis in die 80er Jahre hält das NLD nicht mehr für denkmal­relevant.   In Anbetracht dieser Kriterien wurden bislang die Steine in Aurich, Braunschweig, Bückeburg, Emden, Göttingen, Hannover, Helmstedt, Oldenburg, Rotenburg/Wümme, Syke und Wilhelmshaven aufgrund ihres Zeugnis- und Schauwert für die Orts-/Landes- und National-Geschichte, die politische Geschichte nach dem 2.Weltkrieg sowie dem erheblicher Erinnerungs- und Symbolwert als Kulturdenkmale gemäß § 3.2 NDSchG ausgewiesen.“

BM-Stein
 
© Foto: R. Below, 3/2016
 
Zum vollständigen Text der Denkmalbegründung Berliner Meilenstein – A 7
Die Widergabe erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege Niedersachsen, Frau Dr. Angelika Geiger, Inventarisatorin.    
Nadel  


29.09.2017 Innerstädtische Straßengeschichte

Hauptstraßen führten traditionell quer durch Städte und Gemeinden. Mit der Zunahme des Automobilverkehrs seit den 1920er Jahren wuchs die Notwendigkeit, für den Fahrzeugstrom Umgehungsstraßen zu bauen, um die Stadtkerne zu entlasten. Die Massenmotorisierung seit Mitte der 1950er Jahre beschleunigte diesen Prozess, doch ist er bis heute nicht abgeschlossen. Die Erfindung der Fußgängerzonen verbannte die Autos schließlich weitgehend aus den innerörtlichen Zentren.

Haupteinkaufsstraßen in den Kommunen sind ein Spiegelbild dieser Entwicklung. Verkehrshistoriker haben allerdings zu diesem nicht nur lokalgeschichtlich bedeutsamen Thema  bisher kaum geforscht. Anknüpfend an seinen 2016 gehaltenen Vortrag über die Veränderungswirkung des Autos auf Bad Homburgs Straßen beschäftigte sich Dr. Reiner Ruppmann am 6. September 2017 in seinem Vortrag „Von Hoflieferanten und Handyshops“ mit der Bad Homburger Zentralachse Louisenstraße im Jahr 1916/17 und heute. Die Fotos und Postkarten verglichen nicht nur Einzelhandel und Gewerbebetriebe, sondern erläuterten auch die Veränderung des Straßenbildes und hoben die erhaltenswerten Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten hervor.

Der Vortrag hat so viel Aufmerksamkeit erregt, dass der Autor gebeten wurde, über diesen städtischen Aspekt der Strassengeschichte vor weiteren Interessengruppen zu referieren.


  Luisenstraße alt        Luisenstraße aktuell
© Fotos: Stadtarchiv Bad Homburg (l) und Dr. Reiner Ruppmann (r).


Dr. Dr. R. Ruppmann
Redaktion Bad Homburg
redaktion@autobahngeschichte.com
H. Schneider
Redaktion Naumburg (Saale)
korrespondenz@strassengeschichte.de

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