ARCHIV FÜR AUTOBAHN- UND STRASSENGESCHICHTE

Geschichte & Organisation | Historischer Kalender

Ereignisse des Jahres 1973

     

                                


Mai

27.05.1973
  • BAB A10/A11: Auf der Bernauer Schleife findet das letzte Rennen statt.


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Juni

10.06.1973
  • BAB A10: Freigabe der 1. Michendorfer Fußgängerbrücke. Sie verbindet die Raststätte Michendorf-Nord mit der Raststätte Michendorf-Süd am Berliner Ring. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, den Transitreisenden die Überquerung des Berliner Ringes für Einkäufe in dem nur an einer Richtungsfahrbahn vorhandenen Intershop zu ermöglichen. Die Brücke wird bis 1977 bestehen. Wegen Verbreiterung der Richtungsfahrbahnen wird sie durch einen Neubau ersetzt werden.

    Mi1
    Fußgängerbrücke Michendorf (1973)


15.06.1973
  • LJE: Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Öffnung von vier neuen Straßen-Grenzübergängen für den Personenverkehr in die DDR. Es waren dies

    • Uelzen - Salzwedel,
    • Duderstadt - Worbis
    • Bad Neustadt/Saale - Meiningen
    • Coburg - Eisfeld

21.06.1973
  • LJE: Der am 21. Dezember 1972 abgeschlossene Grundlagenvertrag zur Regelung der Beziehungen zwischen der BRD und der DDR tritt in Kraft.


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August

13.08.1973
  • L 2349: Einsturz der im Bau befindlichen Brücke über den Stausee Zeulenroda. Die von den Staatsorganen der DDR (Ministerium für Staatsicherheit, Min. d. Innern) veranlasste Untersuchung führt zur Anklage und Verurteilung mehrerer Ingenieure wegen Sabotage, da das Unglück zufällig an einem Jahrestag der Baues der Berliner Mauer geschah. Erst die Revisionsverhandlung vor dem Obersten Gericht in Berlin zeigt klar auf, dass nicht Sabotage sondern Unkenntnis bestimmter, auch international noch nicht ausreichend erforschter Technologien die Ursache waren.


    Zeulenroda
    Die Brücke über den Stausee Zeulenroda 2016. Blick zum Zeulenrodaer Ufer.
    Foto: © H. Schneider, 6/2016


31.08.1973
  • BAB A6: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke AS Schwabach-Süd - AS Ansbach/Lichtenau.


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September

18.09.1973
  • Die DDR und die BRD werden von der XXVIII. UNO-Vollversammlung einstimmig als Mitglieder der Vereinten Nationen aufgenommen. Als wichtigen Transitländern in Europa ist das Straßenwesen der beiden deutschen Staaten künftig in das Transitstraßennetz in das Europa-Straßennetz zu integrieren, auszubauen und zu beschildern. Mit der UNO-Mitgliedschaft ist die Möglichkeit verbunden, Mitgliedsstaat der Deklaration über den Bau internationaler Fernverkehrsstraßen vom 16. September 1950 (Genfer Deklaration) zu werden.


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Oktober

01.10.1973
  • Gründung der 1. Brückenmeisterei beim Staatlichen Straßenunterhaltungsbetrieb Autobahnen (SSUB A) Halle. Sitz der Meisterei ist Weißenfels, Herderstraße 2. Die Belegschaft setzt sich zusammen aus den bisherigen Stammkadern der Brücken-Reparaturbrigade, die um eine Massiv- und um die Brückenprüfbrigade erweitert wird. Leiter ist Herbert Thon.

    Aufgabe der BM ist die turnusmäßige Hauptprüfung der Stahlbrücken für den Gesamtbetrieb und Stahlbauarbeiten wie Reparatur oder Erneuerung von Fahrbahnübergängen, Geländerreparaturen, Entfernen von Rauchschutztafeln usw. im Einsatzgebiet (BB Legefeld und im BB Halle A10 und A9 südlich der Elbebrücke Vockerode).

    BB - Betriebsbereich

    Entsprechend einer 1979 verfassten Ausbaukonzeption soll im Zeitraum 1980 bis 1985 die Brückenmeisterei auf ein neu erschlossenes Gelände der Autobahnmeisterei Weißenfels verlegt werden. Anfänglich wurde der Zeitplan auch eingehalten, doch konnte erst zum Jahresende 1986 das Vorhaben abgeschlossen werden.

    Weiteres im Schrifttum:   


03.10.1973
  • Die Bundesregierung verabschiedet den Bundesverkehrswegeplan 1. Stufe der BRD. In ihm werden die Baumaßnahmen nach Dringlichkeitsstufen "Vordringlicher Bedarf" und "Weiterer Bedarf" eingeteilt.


06.10.1973
  • BAB A10: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke vom Abzweig Berlin-Pankow bis zur Anschlussstelle Birkenwerder mit einer Länge von 12,9 Kilometer.


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November

25.11.1973
  • In der Bundesrepublik wird ein allgemeines Sonntags-Fahrverbot ausgesprochen. Anlass ist der am 16. Oktober gefasste Beschluss der erdölexportierenden Länder, die Ausfuhren drastisch zu kürzen, was mit einem spürbaren Anstieg der Preise einherging. Dem Markmechanismus folgend, war der Rohölpreis für 1 Barrel Öl (159 l) von 3 auf 5 Dollar gestiegen. Mit dem Fahrverbot sollte die Notwendigkeit des Importes des teuren Rohstoffes gemildert werden. Lediglich Notdienste und Polizei waren von dem Verbot ausgenommen.


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Dezember

Dezember 1973
  • BAB A19 (DDR: A15): Verkehrsfreigabe des 21 km langen Abschnitts Schwanebeck - Birkenwerder der Autobahn-Neubaustrecke Berlin – Rostock.


13.12.1973
  • BAB A81: Verkehrsfreigabe des 16 km langen Abschnitts der Strecke Heilbronn – Würzburg vom AK Weinsberg bis zur AS Möckmühl (L1094).

  • BAB A81: Verkehrsfreigabe des 20 km langen Abschnitts der Strecke Heilbronn – Würzburg von der AS Berolzheim (B292 neu) bis zur AS Tauberbischoftsheim (B290 neu).

    Angaben zur Informationsquelle:   


20.12.1973
  • Autobahnneubau Berlin - Rostock: Verkehrsfreigabe der Teilstrecke AS Birkenwerder - AS Berlin-Buchholz.




Zeitzeuge des Jahres 1973


Zeuge
MZ ETS 250 Trophy. Gebaut wurde dieser Typ in den Motorradwerken Zschopau zwischen 1969 und 1973.
Oldtimertreffen in Naumburg (Saale), 13. Mai 2017, 13. Mai 2017. Foto: Autor


Zusammenstellung: H. Schneider, Redaktion Naumburg (Saale) des AfASG, 12/2019


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